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Der Physiker Quan Wen und seine Kollegen von der Universität Harvard haben den Fadenwurm Caenorhabditis elegans (C. elegans) dabei beobachtet, wie er Sinneseindrücke vom Kopf aus über eine wellenartige Bewegung an den restlichen Körper weitergibt. Wen und sein Team entdeckten das spezielle Verhalten, als sie die Bewegungen der Würmer studierten.
Die meisten Lebewesen darunter auch der Mensch benötigen für die Verarbeitung von Sinneseindrücken und deren Weiterleitung an Muskelzellen unterschiedliche Typen von Nervenzellen. Den Fadenwürmern genügt für beide Vorgänge offenbar ein Nervenzellentyp. In Form einer Welle läuft die Nachricht von vorne nach hinten durch den Wurm. "Diese Art Signale zu verarbeiten, ist völlig unbekannt", sagt Teammitglied Aravinthan Samuel.
Im Video stellen die etwa einen Millimeter großen Würmer ihre sensorische Fähigkeit unter Beweis, indem sie die Frequenz ihrer Wellenbewegung an die Viskosität ihrer Umgebung anpassen: In einer zähen Flüssigkeit "tanzen" die Würmer schneller.
Der zweite Abschnitt zeigt, wie sich die Bewegung der Tiere verändert, wenn ihre Körpermitte eingezwängt ist. Die Information bleibt sozusagen auf halber Strecke stecken.
C. elegans ist ein wichtiger Modellorganismus für Genetiker und Entwicklungsbiologen und ist daher einer der am besten erforschten Lebewesen.
Sandrine Ceurstemont
© New Scientist Deutschland GmbH
First published in New Scientist 0/2012,
Reed Business Information Ltd., England.
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