Farben Physikalische Meisterwerke

Foto: Zenit et al.

Schwarze, Weiß und eine Prise Flüssigkeitsdynamik: Für diese Form abstrakter Kunst brauchen Sie kein künstlerisches Talent.

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Die Technik der Zufallsmalerei hat der mexikanische Künstler und Revolutionär David Alfaro Siqueiros in den dreißiger Jahren ins Leben gerufen. Jetzt haben der Ingenieur Roberto Zenit und seine Kollegen von der Nationalen unabhängigen Universität in New Mexiko die Technik des Muralisten unter Gesichtspunkten der Flüssigkeitsdynamik untersucht.

Im Video ist zu sehen, wie die Wissenschaftler Farben mischen. Statt der üblicheb Leinwand nutzen sie einen Glasträger. Um die entstehenden Muster festzuhalten, verwenden sie zügig trocknenden Acryl-Lack. "Wenn die Farben zu schnell trocknen, bilden sich gar keine Muster", sagt Zenit. "Aber wenn sie zu langsam trocknen, entsteht nur ein grauer Klecks."

Da die Lacke aufgrund verschiedener Farbpigmente eine unterschiedliche Dichte haben, bilden sie je nach Kombination unterschiedliche Muster. Zenit und sein Team fanden heraus, dass die untere Farbschicht schwerer und dunkler sein muss als die obere. Weiß auf Schwarz beispielsweise erzeugt einen interessanten Effekt, während Schwarz auf Blau kein Muster ergibt.

Joanna Carver

© New Scientist Deutschland GmbH
First published in New Scientist 0/2012,
Reed Business Information Ltd., England.

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  • Datum: Donnerstag 01.11.2012 | 00:00 Uhr
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