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    Video: Schweizer Forscher malen mit Kaustik Bilder aus Licht



Optik "Gemälde aus Licht"

Foto: Rist / Krenmueller / Mark

Licht lässt sich zähmen, aber nur mit den richtigen Fenstern. Geschickt geformte Oberflächen lenken es in geordnete Bahnen und formen Bilder.

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Wer ist nicht vom Lichtspiel am Boden eines Pools fasziniert? Doch diese wild tanzenden Photonen lassen sich lenken und gezielt nutzen, um Bilder an eine Wand zu werfen. Das demonstrierten schweizer Wissenschaftler.

Trifft Licht auf Wasser in einem Schwimmbecken, bricht und beugt es die gekrümmte Oberfläche. Ein chaotisches und helles Muster mit scharfen Linien entsteht. Mark Pauly und seine Kollegen von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne haben das als Kaustik bekannte Phänomen nachgebaut. Sie entwickelten einen Algorithmus, der es ihnen erlaubt, eine Kunsstoff-Platte zu fräsen, die ein Porträt des Informatikers Alan Turings an eine Wand wirft. "Stellen sie es sich als eine Art Gemälde vor", beschreibt Pauly das Prinzip. "Licht gelenkt durch die Form eines Objekts."

Das Team arbeitet auch mit Architekten zusammen, um zu zeigen, dass ihr System beispielsweise in Gebäuden einsetzbar ist. Fenster könnten so kunstvolle Bilder auf den Fußboden werfen. Aber auch Alltagsgegenstände wie Weingläser oder Parfümflaschen würden zu Kunstobjekten, die Bilder auf Flächen projezieren.

Auch weniger kunstvolle, dafür pragmatische Vorschläge haben die Wissenschaftler für die Anwendung ihrer Erfindung: Mit ihrem Algorithmus optimierte Autoscheinwerfer und verbesserte Reflektoren könnten die Lichtausbeute erhöhen und wären damit effektiver.

Wie Kaustik in unserer Umgebung Lichttechnik und Architektur verändert, erfahren Sie unserer digitalen Ausgabe.

Sandrine Ceurstemont / pg

© New Scientist Deutschland GmbH
First published in New Scientist 0/2012,
Reed Business Information Ltd., England.

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  • Datum: Mittwoch 20.02.2013 | 14:55 Uhr
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