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Vor Jahren schon hat Hiroshi Ishiguro, Leiter des Intelligent Robotics Laboratory an der Universität in Osaka einen mechanischen Doppelgänger erschaffen, der ihn regelmäßig in Vorlesungen vertritt. Ishiguros Stimme wird dabei direkt an den Roboter übertragen.
In diesem Ausschnitt aus "Samsara", dem neuen Dokumentarfilm von Regisseurs Ron Fricke, tritt Ishiguro gemeinsam mit seinem mechanischen Double auf. Die Ähnlichkeit ist verblüffend - selbst für das Filmteam war es schwierig, Mensch und Maschine auseinanderzuhalten. Um Verwechslungen vorzubeugen, wurde der Roboter vor dem Dreh so programmiert, dass er immer wieder eine bestimmte Augenbewegung wiederholt. Gegen Ende des Videos tritt auch ein weiblicher Androide auf, der einer Frau nachempfunden ist.
Obwohl humanoide Roboter Menschen immer ähnlicher werden, verraten sie sich meist durch mangelnde Körpersprache. Jeder von uns sendet eine Vielzahl nonverbaler Signale aus - durch Blicke, Mimik oder Gestik. Es ist schwierig, Roboter mit diesen Fähigkeiten auszustatten. Das macht es so kompliziert, natürlich mit ihnen zu interagieren. Ishiguros Geschöpfe jedoch scheinen sich menschlich genug zu verhalten, um als Gefährten akzeptiert zu werden. 2010 trat einer seiner Roboter sogar gemeinsam mit echten Schauspielern in einem Theaterstück auf.
Die Dokumentation "Samsara" (Sanskrit, wörtlich übersetzt: "Ewiges Wandern"), in der Ishiguros Roboter-Ich zu sehen ist, wurde über fünf Jahre hinweg in zwanzig Ländern gedreht. Der Film, der in opulenten Bildern den Kreislauf des Lebens beschreibt, läuft derzeit in ausgewählten Kinos.
first published in New Scientist © 2012
© New Scientist Deutschland GmbH
2012
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