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Nein, hier ist nichts gestellt. Das Naturhistorische Museum in Wien hatte die Neandertaler-Familie aus der Dauerausstellung an ein anderes Museum ausgeliehen. Für die zwei Wochen, bis es so weit war, lohnte es sich nicht, sie in den Keller des Museums zu bringen. Das Zimmer des Abteilungsleiters für Ur- und Frühgeschichte war da ein praktisches Zwischenlager.
Über drei Jahre hinweg fotografierte Klaus Pichler immer wieder in den Räumen des Museums. In Büros, im Keller, im Fahrstuhl. Nur nicht in den Ausstellungsräumen. Motive gibt es auch so genug, denn hinter den Kulissen räumen die Mitarbeiter ständig um. Sie müssen Exponate lagern, verpacken oder restaurieren. Entstanden sind zahlreiche vergnügliche Stillleben, die noch bis zum 3. Februar im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen sind. "Die Idee kam mir, als ich nachts am Gebäude vorbeilief und in einem Büro eine ausgestopfte Antilope entdeckte", erzählt der Wiener Fotograf.
Während eines Projekts beschäftigt sich Klaus Pichler immer intensiv mit dem gewählten Thema. "Fasziniert hat mich hier die auf engem Raum zusammengetragene Enzyklopädie."
Anders als vielen Kindern sei für Erwachsene immer klar, dass die Tiere tot seien, sagt Pichler. Dennoch hat er sich oft ausgemalt, wie die Begegnungen mit den Exponaten wohl ausgehen würden, wären sie noch am Leben. Hätte er eine Chance gegen den um die Ecke linsenden Hai? Der verbrachte volle vier Jahre an dieser Stelle. Auf Pichlers Wunsch können ihn derzeit auch Museumsbesucher wieder bewundern.
Die Fotostrecke zeigt eine Auswahl der Serie "Skeletons in the Closet".
Marion Martin
© New Scientist Deutschland GmbH 3/2013
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