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Bevor sie ein Slalom-Rennen gewinnen, trainieren Skifahrer jahrelang und müssen so manchen Sturz hinnehmen. Doch aus jedem Fehler lernen sie. Inspiriert von dieser menschlichen Eigenschaft lernt ein schweizerischer Minicopter aus seinen Fehlversuchen. Nach mehreren Durchläufen bewegt er sich schließlich perfekt durch den Hindernisparcours.
Entwickelt haben die Drohne Ingenieurin Angela Schölling und ihre Kollegen von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Der Roboter folgt zwar einem zuvor berechneten Pfad, da die aerodynamischen Bedingungen aber nie ganz exakt vorauszusehen sind, weicht er oft vom Kurs ab. Kameras überwachen seine Bewegungen und geben Rückmeldung über Position und Flugkurve. "Das ähnelt dem, was Menschen intuitiv tun", sagt Schöllig. "Wenn ein Tennisspieler einen Ball zu kurz spielt, weiß er, dass er ihn nächstes mal härter treffen muss."
Nach jedem Versuch beziehen die Wissenschaftler vorher unbekannte Effekte in die Flugbahn ein. Zehn Versuche benötigt ein Minicopter typischerweise, um den Hindernisparcours zu meistern.
Ziel ist es, nicht bei jedem Parcours von vorne anfangen zu müssen. "Interessant wäre, ob die Drohne Informationen eines Slalom-Kurses nutzen kann und damit einen Vorteil beim Erlernen eines anderen hat", sagt Schöllig.
Hier geht es zum Video in voller Länge: Der Minicopter beim Slalom-Training.
Sandrine Ceurstemont
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2012
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