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Der Entwickler Wojciech Jarosz von Disney Research in Zürich und seine Kollegen von der ETH Zürich sowie der Universität von Montreal stellten eine Linse mit einem 3D-Drucker her, der einen durchsichtigen Block aus Plastik formte. Das zufällig wirkende Muster bringt versteckte Bilder zum Vorschein.
Ein weiterer entwickelter Linsen-Typ transformiert ein Motiv in ein völlig anderes, sobald es gedreht wird. "Das ursprüngliche Bild muss nur alle Farben oder Graustufen enthalten, die auch in dem versteckten Bild vorkommen", sagt Jarosz.
Wie das Video zeigt, besteht die Linse aus vielen kleinen und glatten Facetten unterschiedlicher Ausrichtung. Ein Computerprogramm entwirft die Oberfläche und errechnet die bestmögliche Form. Sie ist ein Kompromiss zwischen herstellbaren Konturen und der benötigten Struktur für die Dekodierung der Bilder. Da die Linse versteckte Bilder durch Lichtbrechung sichtbar macht, entsteht ein Punkt im entschlüsselten Bild nicht unbedingt durch eine Facette an seiner Position. Die Linse kann die Pixel des anfänglichen Bildes an verschiedenen Stellen auftauchen lassen und durcheinanderwürfeln.
Jarosz hatte die Idee zu der Linse bei einem früheren Projekt: Eine gravierte Kunststoffplatte, die mit gebündeltem Licht Bilder an die Wand warf. "Mir wurde klar, dass wir die Technik umgekehrt nutzen könnten, um einen anderen interessanten Effekt zu erzeugen," sagt Jarosz. Das Team versucht die Bildqualität zu verbessern und will dafür professionelle Prozesse zur Linsenfertigung nutzen.
Die Technik könnte beispielsweise geheime Nachrichten auf Bildschirmen von Mobiltelefone oder Computern sichtbar machen, die nur durch eine der "magischen" Linsen betrachtet lesbar wären. "Sie könnten sogar irgendwann als Sicherheitsmerkmal in Banknoten Verwendung finden", sagt Jarosz.
Ihre Forschungsergebnisse stellen die Entwickler vom 28. November bis 1. Dezember auf der Siggraph Asia in Sinagpur vor, einer Konferenz für Computer-Grafik und interaktive Technik.
Sandrine Ceurstemont
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2012
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