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Jeffrey Meldrum, Anthropologie-Professor der Idaho State University, will sich mit Hilfe eines ferngesteuerten Zeppelins auf die Suche nach dem Affenmenschen Bigfoot machen. Offenbar steigen viele Kryptozoologen derzeit von verwackelten Videoaufnahmen auf Wärmebildkameras und Erbgutanalyse um. Die Tierärztin Melba Ketchum etwa behauptet, sie habe Bigfoot-DNA sequenziert. Doch die Veröffentlichung lässt auf sich warten. Man müsse besonders sorgfältig vorgehen, um Kritiker zu überzeugen, schrieb sie vor einem Jahr auf ihrer Facebook-Seite. Seitdem ist es still.
Verlässlichere Ergebnisse erhoffen wir von Michel Sartori, Direktor des Zoologischen Museums in Lausanne, und Bryan Sykes, Humangenetiker an der Oxford University. Die Forscher hatten im Frühjahr dazu aufgerufen, Haarproben unbekannter lebender Verwandter des Menschen einzuschicken. "Wir haben eine Menge Material vielversprechender Herkunft bekommen und arbeiten uns nun durch die DNA-Analyse", sagte uns Sykes.
Das Projekt von Jeffrey Meldrum hat noch gar nicht begonnen. Die Finanzierung muss er nämlich selbst stemmen. Nach seinen Angaben verhandelt er mit zwei TV-Sendern über Rechte an einer Dokumentation. Wie das endet, wissen wir: Schlägt die Suche fehl, stecken die Produzenten einen Praktikanten in ein Gorilla-Kostüm und filmen mit wackliger Handkamera. Hat ja bisher auch funktioniert.
© New Scientist Deutschland GmbH 48/2012
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