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Ist die Annäherung an das andere Geschlecht geglückt, folgt der Nestbau. Und der birgt nicht wenig Konfliktpotential.
Es ist ein halbes Jahrzehnt her, da meldeten Zeitungen auf der ganzen Welt: Wer als Mann bei der Hausarbeit hilft, hat mehr Sex. Grundlage war eine Erhebung von Scott Coltrane, Soziologieprofessor an der University of California. Helfe der Mann im Haushalt, schrieb er, steigere das die Zufriedenheit der Frauen und führe zu beständigeren Ehen.
Die Aussicht auf regelmäßigen Beischlaf dürfte so manchen Mann an den Herd getrieben haben. Blöd nur, dass spanische und amerikanische Forscher nun eine gegenteilige Untersuchung vorlegen, die sie in der Fachzeitschrift American Sociology Review veröffentlichten. Wer als Ehemann koche, putze und einkaufe, kurz: Frauenkram erledige, der habe seltener Sex, heißt es da. Offensichtlich sei traditionelles Rollenverhalten "wichtig für die Entstehung sexuellen Verlangens und die Durchführung sexueller Aktivitäten".
Das bedeutet aber nicht, dass Frauen reihenweise in Ohnmacht fallen, wenn der Mann den ganzen Tag auf der Couch rumschlunzt. Der Studie zufolge machen folgende Dinge einen Mann attraktiv: im Garten arbeiten, Auto waschen, Rechnungen bezahlen.
Nora Schlüter
© New Scientist Deutschland GmbH 7/2013
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