Nachschlag Ich bin kein Berlusconi

In den Fängen.... der Sexismus-Debatte.
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In den Fängen.... der Sexismus-Debatte.

Psychologen befragen Chauvinismus-Demonstranten: Frauen empören sich, Männer haben andere Motive.

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Deutschland ist fest in den Fängen der Sexismus-Debatte. Während manche Männer sich nun verzagt fragen, ob sie einer jungen Dame abends an der Bar noch "Schöne Augen!" attestieren dürfen, schließen sich andere dem Wutgeheul der Frauen an. Welche Beweggründe sie dabei leiten, beleuchtet eine Studie der Universität Trento in Italien im British Journal of Social Psychology. Gegenstand der Forschung waren Proteste gegen einen Herrn, der es im Gegensatz zu Rainer Brüderle nicht bei anzüglichen Witzchen beließ: Silvio Berlusconi, Bunga-Bunga-König und wieder einmal Kandidat für das Amt des italienischen Ministerpräsidenten.

Das Team um die Psychologin Maria Paladino hatte 2009 Teilnehmer öffentlicher Proteste gegen Berlusconis Sexismus zu ihren Motiven befragt. Das Ergebnis: Die Frauen wollten ihrer Wut über den öffentlich zur Schau getragenen Chauvinismus Luft machen. Den Herren ging es auch um den eigenen Ruf: "Durch Proteste konnten sich die Männer von dem Übeltäter distanzieren", sagt Paladino. Schmierlapp verteufelt, Ehre gerettet. Wir geben zu bedenken: Gibt es für zarte Flirtversuche einen besseren Ort als eine zünftige Demo? "Schönes Plakat!" funktioniert als Kompliment doch immer.

Nora Schlüter

© New Scientist Deutschland GmbH 2013

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  • Datum: Freitag 15.02.2013 | 10:23 Uhr
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