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    Lichttechnik: Handbewegungen entschlüsseln versteckte Botschaften



Täuschungsmanöver Entschlüsseln mit dem Zeigefinger

Foto: Yamamoto/Suyama/Farhan

Mit dem Zeigefinger Geheimnisse lüften? Eine japanische LED-Technologie macht's möglich.

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Dies ist die Website des neuen wöchentlichen Wissensmagazins der SPIEGEL-Gruppe. Hier finden Sie spannende Neuigkeiten aus Wissenschaft und Technik, verblüffende Videos aus Forscherlaboren und kuriose Beobachtungen aus dem Alltag.

Mit schnellen Fingerbewegungen sich unsichtbare Bilder enthüllen, die auf einem kleinen LED-Bildschirm versteckt sind. Das System, das Hirotsugu Yamamoto und seine Kollegen von der Universität Tokushima in Japan entwickelt haben, bedient sich eines LED-Panels, das 480 Bilder pro Sekunde anzeigen kann.

Das Video zeigt zwei Versionen des New-Scientist-Logos: Eines ist schwarz, eines hat die Farbe des Hintergrundes. Werden sie in Hochgeschwindigkeit abwechselnd gezeigt, sind sie für das menschliche Auge nicht sichtbar. "Das versteckte Bild wird mit einer Rate gezeigt, die zehn mal schneller ist als die in Kinos genutzte", sagt Yamamoto.

Erst mithilfe der Finger kommen die Botschaften zum Vorschein. Bewegt der Betrachter sie vor dem Bildschirm hin und her, verdecken sie einige der Einzelbilder und der versteckte Text erscheint. Da die Handbewegung nicht mit dem Display synchronisiert ist, dauert es einige Sekunden, bis Nutzer ihn sehen können.

Das Video verschafft nur einen Eindruck davon, wie das System funktioniert. Bei der direkten Anwendung wäre das Logo viel deutlicher zu erkennen. Denn das Gehirn ergänzt die vom Finger verdeckten Bildinhalte um das schon Gesehene. "Betrachter vor dem LED-Bildschirm nehmen in den schwarzen Regionen ein Nachbild wahr", erklärt Yamamoto den Effekt. Ist der Bildschirm auf maximale Helligkeit eingestellt, verstärkt er sich.

Die Forscher präsentierten das LED-System im Oktober in Las Vegas auf dem jährlichen Treffen der Industrial Applications Society (IAS) des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) .

Aktuell arbeitet Yamamoto an ein System, das personalisierte digitale Beschilderung ermöglicht. Statt schneller Handbewegungen solllen Hochgeschwindigkeitskameras helfen, Nachrichten nur für bestimmte Betrachter zu entschlüsseln.

Sandrine Ceurstemont

© New Scientist Deutschland GmbH 2012

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  • Datum: Donnerstag 13.12.2012 | 17:20 Uhr
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