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Bakterien ahoi! Jeder Hurrikan, der durch den Golf von Mexiko fegt, trägt eine ganz eigene Mischung an Keimen in seinen Wolken. Einige Bakterien überleben die Reise, andere verstärken den Sturm sogar.
Um herauszufinden, welche Bazillen sich im Sturm tummeln, haben Forscher des Georgia Institute of Technology in Atlanta 2010 einen Jet durch die Hurrikane Earl und Karl gesteuert und in mehr als zehn Kilometer Höhe Partikelproben gesammelt.
Wie die Auswertung nun zeigte, waren zwanzig Prozent der Teilchen Bakterien, die im Labor weiterwuchsen. Sie hatten der UV-Strahlung in der großen Höhe getrotzt und nutzten einfache Kohlenstoffverbindungen als einzige Energiequelle. Daher gehen die Forscher davon aus, dass sich die Mikroorganismen an das Leben in den Wolken angepasst haben.
Neue Bakterienspezies aufgewirbelt
Doch die Bakteriengemeinschaften der zwei Hurrikane unterschieden sich stark voneinander; wahrscheinlich weil die Stürme in unterschiedlichen Regionen entstanden waren. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Hurrikane neue Bakterienspezies vom Boden und Ozean aufgewirbelt und mitgenommen haben, als sie sich Richtung Inland bewegten. Auf ihrer Oberfläche bildeten sich Eiskristalle, die später als Regen oder Schnee herunterregnen. Dadurch könnte sich auch mehr Regen gebildet haben.
Die Ergebnisse stellte das Forscherteam im vergangenen Dezember auf dem Treffen der American Geophysical Union in San Francisco vor.
© New Scientist Deutschland GmbH
First published in New Scientist 0/2012,
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