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Horrorfilm Die Nacht der Higgs-Zombies

Das Böse lauert im Teilchenbeschleuniger.

Das Böse lauert im Teilchenbeschleuniger.

Physik-Doktoranden lassen am Kernforschungszentrum in Genf nicht nur Teilchen kollidieren. Sie haben auch einen Gruselschocker gedreht.

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Spätestens seit Sean Carrolls Buch The Particle at the End of the Universe wissen wir, dass die jungen Forscher im Kernforschungszentrum Cern in Genf miteinander ins Bett gehen. Offenbar blieb einigen Physik-Doktoranden neben ihrer Arbeit am Large Hadron Collider (LHC) aber auch noch Zeit, um einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen.

Decay heißt das Werk, und es erzählt eine gruselige Geschichte: Die Wissenschaftler untersuchen die Auswirkung der Higgs-Bosonen-Strahlung auf Zellproben und machen eine furchtbare Entdeckung: Die Strahlung hat Zombies geschaffen. Sie entsteigen dem Teilchenbeschleuniger und wanken hungrig durch die Katakomben des LHC.

Gedreht wurde der Horrorstreifen mit geliehenen Digital-Spiegelreflex-Kameras, ohne Wissen der Cern-Leitung. Direkt im LHC-Tunnel konnten die Doktoranden daher nicht filmen. Sie bauten ihn teilweise nach.

Kleines Budget, großes Kino

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent des blutigen Spaßes ist der britische Physik-Student Luke Thompson. Genau wie seine 19 Mitstreiter hatte er vor dem Dreh keinerlei Filmerfahrung gehabt. Anzusehen ist das Decay nicht, ebenso wenig das niedrige Budget von gerade 2500 Euro.

Am 30. November feierte der Film in Manchester Weltpremiere. Und die Zuschauer waren begeistert, schrieb Thompson beeindruckt auf seiner Facebook-Seite. Eine weitere Vorführung ist für den 7. Dezember im GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt geplant.

Regulär in die Kinos kommt Decay nicht: Die Macher haben den Film unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt und verbreiten ihn kostenlos im Internet. Dort ist er ab dem 8. Dezember abrufbar.

Decay, Spielfilm von Luke Thompson; Online-Premiere am 8. Dezember; Infos, auch zum kostenfreien Zugang, unter www.decayfilm.com

Anke Kapels

© New Scientist Deutschland GmbH 50/2012

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  • Datum: Freitag 07.12.2012 | 00:00 Uhr
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